Sie sind hier: Startseite ยป Ersthelfer der FF Vilsheim am Defibrillator geschult
Bei einem plรถtzlichen Herzstillstand kann jeder Moment รผber Leben und Tod entscheiden. Er gehรถrt zu den hรคufigsten Todesursachen in Deutschland und Europa. Die รberlebenswahrscheinlichkeit sinkt mit jeder Minute ohne wirksame Wiederbelebung um etwa 10 Prozent.ย Damit sie bei einem solchen Horror-Szenario umgehend Hilfe leisten kรถnnen, haben sich 22 Einsatzkrรคfte der Freiwilligen Feuerwehr Vilsheim als Ersthelfern bei Herzstillstand und Defi-Zubringer schulen lassen und unter anderem den sicheren Umgang mit Defibrillator und Herzdruckmassage erlernt.
Der รrztliche Leiter Rettungsdienst, Jรผrgen Kรถniger, zeigte im Zuge der Schulung praxisnah, wie die Feuerwehrler mit dem Defibrillator umgehen mรผssen, damit sie in Notfรคllen in ihrem Gemeindebereich schnelle, wertvolle Hilfe leisten kรถnnen und die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu รผberbrรผcken.
Fรผr Gemeinden wie Vilsheim wurde das Projekt โDefi-Zubringerโ ins Leben gerufen. Durch ihre Ortsnรคhe werden die Feuerwehr-Aktiven im Regelfall einige Minuten vor Notarzt und Rettungsdienst an der Einsatzstelle eintreffen, die zentral stationiert sind. Diese wenigen Augenblicke kรถnnen aber womรถglich รผber den Tod oder das Weiterleben des Patienten entscheiden.
Nach Eingang des Notrufs unter der 112 alarmiert der Disponent der Integrierten Leitstelle sofort Rettungswagen und Notarzt. Zeitgleich wird nun aber auch die รถrtliche Feuerwehr benachrichtigt, die mit Herzdruckmassage und Anlage des Defibrillators den Patienten erstversorgt, bis die medizinischen Krรคfte die Behandlung des Patienten vor Ort รผbernehmen kรถnnen.
Die Feuerwehren Adlkofen, Tiefenbach, Pรถrndorf, Wรถrth, Bodenkirchen, Furth, Essenbach, Jesendorf, Bruckberg, Gรผndlkofen, Baierbach, Attenhausen, Stollnried, Aham, Ergolding sowie Geisenhausen haben sich ebenfalls bereits an dem Projekt beteiligt. Einige der Feuerwehren wurden bereits zu solchen Einsรคtzen gerufen โ mit Erfolg.
Weitere Feuerwehren wollen sich diesem guten Beispiel anschlieรen. Die Feuerwehr beweist damit erneut, dass sie weit mehr ist als โnurโ eine Brandbekรคmpfungseinheit, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil eines modernen Rettungssystems.