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Über den bekannten Aussichtspunkt mit Ausblick auf die Stadt ging die Exkursion weiter bis zur ehemaligen Panzerwaschanlage. Gebietsbetreuer Hertrich stellte dabei heraus, dass einige Bereiche beweidet, andere gemäht werden, je nachdem welche Zielarten dort vorkommen. Diese entscheiden bei den artenreichen Wiesen am ehemaligen Standortübungsplatz auch den Schnittzeitpunkt: Nicht zu früh, um bodenbrütende Vogelarten nicht zu stören; aber auch nicht zu spät, um die vielfältige Flora zu erhalten. Diese Balance zu finden, benötigt eine engmaschige Kontrolle und viel Einsatz des Gebietsbetreuers.
Hertrich zeigte sich auch stolz, dass viele rare Vogelarten den ehemaligen Standortübungsplatz ihre Heimat nennen. Dazu gehören unter anderem Neuntöter, Goldammer oder auch Wespenbussarde. Für ein Naturschutzgebiet üblich wird Totholz hier nicht beseitigt, sondern stehen gelassen. So finden viele Insekten einen idealen Lebensraum vor. Ebenfalls hervorzuheben sind die sandigen Abbrüche, in denen sehr seltene Wildbienen vorkommen.
Charakteristisch für dieses weitläufige Gebiet ist sein welliges Grasland mit natürlichen Hecken. Zahlreiche alte Obstbäume in lockeren Abständen lassen auf eine ehemalige landwirtschaftliche Nutzung schließen. Durch den Übungsbetrieb der Panzer wurde immer wieder der Boden aufgerissen und wieder verdichtet. Daraus ist ein Netz von kleinen Weihern und Pfützen entstanden, in denen sich in großer Zahl und Artenvielfalt Amphibien ansiedeln konnten. Besonders die Gelbbauchunke und die Wechselkröte profitieren hiervon.
Aktuell unterstützen zahlreiche Ehrenamtliche die Untere Naturschutzbehörde im Landkreis Landshut bei ihren vielfältigen Aufgaben. Neben 16 Hornissenberatern sind 19 Biberberater und 15 Naturschutzwächter im Einsatz. Hinzu kommen zwei Ehrenamtliche in der Muschelberatung, um die Gebäudebrüter kümmern sich weitere elf Personen.